Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer)

Ein Erwerb von Todes wegen (Erbschaft, Vermächtnis oder Pflichtteil) wie auch Schenkungen unter Lebenden unterliegen der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer). Der Notar hat in diesem Zusammenhang umfangreiche Mitteilungspflichten zu erfüllen.

Berechnungsgrundlage für die Steuer ist der Wert des Erwerbes abzüglich der sachlichen Seuerbefreiungen und persönlichen Freibeträgen (=steuerpflichtiger Erwerb), zusammen mit der Steuerklasse des Erwerbers ergibt sich der konkrete Steuersatz.
Der Wert des Erwerbes ist nach dem Bewertungsgesetz zu ermitteln, das ist grundsätzlich der Verkehrswert; auch für Immobilien wird seit der Erbschaftsteuerreform 2009 der Verkehrswert zugrunde gelegt. Der Verkehrswert wird je nach Art der Immobilie nach dem Vergleichswertverfahren, § 183 BewG, (Reihenhäuser/Eigentumswohnungen) hilfsweise nach dem Sachwertverfahren, § 189 ff. BewG ; bzw. dem Ertragswertverfahren, §§ 184 ff. BewG (Mehrfamilien- und Geschäftshäuser) ermittelt.  Innerhalb von zehn Jahren von derselben Person anfallende Vermögensvorteile werden zusammengerechnet.

Für das unternehmerisch genutzte Vermögen gelten nach §§ 13a, 13 b ErbStG schwierige Sonderregelungen.

Diese kurze Einführung muss unvollständig bleiben, immer sind die besonderen Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen, insbesondere bei dem Erwerb von Betriebsvermögen. Erbschaft und Schenkung können weitere steuerliche Auswirkungen, z.B. bei der Einkommensteuer, haben. Rechtzeitiger fachkundiger Rat ist unbedingt zu empfehlen.