Optionen nach dem Erbfall

Im überwiegenden Teil der Erbgänge tritt nach statistischen Erhebungen die gesetzliche Erbfolge ein. Auch der Unternehmer enthält sich oftmals der letztwilligen Verfügung. Die gesetzliche Erbfolge entspricht jedoch meist nicht dem Willen des Erblassers und seiner Familie. Dem Wunsch einer nachträglichen Korrektur kann in vielen Fällen entsprochen werden. Möglichkeiten sind hier die

  • Ausschlagung (ggf. gegen Einräumung eines Nießbrauchsrechts), oder
  • Verändern der Nachlaßaufteilung durch Abfindung entstandener Pflichtteilsansprüche oder für die Ausschlagung von zugewandten Vermächtnissen oder
  • Absicherung des überlebenden Ehegatten qua wiederkehrender Leistungen oder
  • Erbauseinandersetzung.

Auch die in der letztwilligen Verfügung geregelte Erbfolge kann korrekturbedürftig sein. Das verfasste Testament kann beim Tode des erstversterbenden Ehegatten nicht mehr die steuerlich optimale Lösung sein. Die Ausschlagung des Erbes durch die überlebende Ehefrau (ggf. gegen Einräumung eines Nießbrauchsrechtes) kann dann die zweifache Belastung des Nachlasses mit Erbschaftsteuer vermeiden. Weiterhin kann die doppelte Inanspruchnahme der Freibeträge durch die Kinder sowohl nach dem erstversterbenden wie nach dem längstlebenden Elternteil sichergestellt werden. Die Ausschlagung kann nicht auf einzelne Teile des Nachlasses beschränkt und zugunsten bestimmter Personen erfolgen. Vielmehr fällt der Nachlass an die Personen, die zum Zeitpunkt des Erbfalls als Nächste berufen waren.

Außerdem ist die Ausschlagung an kurze Fristen gebunden. Wir stehen Ihnen in dieser sehr komplizierten und deshalb fehlerträchtigen Situation gern mit Rat und Tat zur Seite und zeigen bei einem misslungenem Erbfall Verbesserungsmöglichkeiten auf.