Sanierungsobjekt/Neubau

Der Bauträgervertrag muss konkret auf das Kaufobjekt, abhängig von Neubau oder Altbausanierung zugeschnitten werden. Beim Neubau ist der Ratenplan nach der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) direkt anzuwenden. Eine erste Rate von 30 Prozent wird nach allgemeiner Fälligkeit des Kaufpreises und dem Beginn der Erdarbeiten gezahlt. Die notariell beurkundete Baubeschreibung muss alle vom Bauträger und Käufer in Eigenregie zu erbringenden Leistungen (z.B. Teppichboden, Malerarbeiten und Fliesenlegen) enthalten. Je nach Art und Umfang der Eigenleistungen können dann die Raten gemäß Ratenplan abweichend bezeichnet und zusammengefasst werden. Die Eigenleistungen müssen mit den Arbeiten des Bauträgers zeitlich koordiniert werden, damit der Bauablauf nicht behindert wird. Für Eigenleistungen braucht der Bauträger keine Gewährleistung zu übernehmen.
Wichtig ist auch der Umfang der Untersuchungen, die der Bauträger an der Altbausubstanz vor Aufnahme der Sanierung zu leisten hat.  

Für die Bauleistungen haftet der Bauträger dem Käufer nach dem Sachmängelrecht fünf Jahre lang. Eine Gewährleistung der Güte und Bodenbeschaffenheit des Grundstücks kann grundsätzlich ausgeschlossen werden. Auch wenn der Bauträger ein Sanierungsobjekt verkauft, ist grundsätzlich der Ratenplan nach der MaBV zugrunde zu legen. Die einzelnen Raten müssen jedoch an den Sonderfall Altbau angepasst werden. Eine erste Kaufpreisrate von 30 Prozent des Grundstücksanteils, wird bereits bei allgemeiner Fälligkeit des Kaufpreises eingefordert. Abhängig von Art und Umfang der Sanierungsarbeiten können die Raten abweichend bezeichnet oder zusammengefasst werden. Auch beim Altbau müssen die einzelnen Leistungen in einer Baubeschreibung beurkundet werden. Anders als beim Neubau gilt dies selbst dann, wenn ein fertiggestelltes Objekt verkauft wird. Die Baubeschreibung dient dazu, die unberührte Altbausubstanz von den Sanierungsarbeiten und der damit verbundenen Sachmängelgewährleistung abzugrenzen.